Westdeutsche Einzelmeisterschaft

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Am Samstag, den 14.10.2017, starteten sowohl Jessica Milke als auch Robert Maguire auf der diesjährigen Westdeutschen Einzelmeisterschaft in Bochum.

Zwei Wochen zuvor hatten sich die Beiden souverän auf der Bezirksmeisterschaft qualifiziert.

Jessica Milke startete in der Gewichtsklasse bis 63 Kilogramm, welche an diesem Tage erstklassig besetzt war.
Hatte man einen ersten Blick auf die Wettkampfreihenfolge an diesem Tage geworfen, so dachte man zunächst an eine gute Auslosung, denn Jessica startete zunächst mit zwei Freilosen in den Tag.
In ihrem ersten Kampf traf sie allerdings auf Sheena Zander, die ebenfalls zwei Freilose hatte.
Sheena Zander hatte sich bereits über die Grenzen von NRW hinaus einen Namen erkämpft und startete an diesem Tag bereits als eine der sog. gesetzten Kämpferinnen in der Gewichtsklasse bis 63 Kilogramm.
Dies bedeutete, dass sie sich bereits durch andere Turniere die direkte Qualifikation für die Westdeutsche erkämpft hatte.
Sheena Zander ist Bundesligakämpferin und hat sich zuletzt auf dem European Cup in Belgrad den 3. Platz erkämpfen können, hatte auf der Deutschen Meisterschaft 2017 nur knapp die Platzierungen verfehlt.
Nach dem Angrüßen stand Jessica "lange" 10 Sekunden, ehe Sheena unangefochten einen Wurf durchbringen konnte - das erhoffte Wunder blieb aus.
Auch in der darauffolgenden Begegnung konnte Jessica ihre Technik gegen eine weitere Bundesligakämpferin nicht durchbringen, stand aber immerhin volle 3. Minuten, ehe ihre Gegnerin eine Technik im Boden durchbringen konnte und Jessica zum aufgeben zwang.
Es reichte an diesem Tage aber dennoch für den 7. Platz.
Aufgrund der Neuregelung bedeutete dies, dass Jessica die Qualifikation für den Deutschen Pokal erlang und so theoretisch in 7 Tagen in Fulda noch einmal um die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaften im Januar 2018 kämpfen könnte.

Robert Maguire startete in der Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm, in welcher sich ebenfalls namhafte Kämpfer befanden.
Sein Gegner war kein geringerer als Hamsat Isaev, Bundesligakämpfer und WM-Teilnehmer in Abu Dhabi.
14 Judoeinheiten stehen bei Isaev jede Woche auf dem Plan, hinzukommen noch Lauf- und Zirkeleinheiten.
Es grenzt schon an ein Wunder, dass Robert lange drei Minuten dagegen halten konnte und so auch den ein oder anderen Wurfansatz durchbringen konnte.
In der letzten Minute drehte Isaev dann einmal auf und zeigte am Ende, wer wirklich der "Boss" auf der Wettkampffläche war.
Dennoch konnte Robert mit breiter Brust von der Matte gehen, denn er stand von den Vorrundenkämpfer am längsten auf der Matte.
Im Kampf um Platz 1. zeigte Isaev dann tatsächlich sein Können und wirbelte auf.
Im weiteren Kampf traf Robert ebenfalls auf einen Bundesligakämpfer. Auch hier betrat Robert zunächst unbeeindruckt die Matte.
Nach spannenden Minuten musste Robert sich aber dennoch geschlagen geben.
Robert schied an diesem Tage aus.

Auch wenn die Beiden Dortmunder sich am Ende des Tages den hochkarätigen Kämpfer/innen geschlagen geben mussten, so zeigten sie doch Mut und Kampfeswillen.
Der Verein erfreute sich dennoch, dass die Beiden es überhaupt so weit geschafft hatten.
Robert brachte es am Ende des Tages auf den Punkt :"Wir hatten Spaß. Das zählt. Punkt. Ende! :)"